Das Sehen

Was ist eigentlich Sehen?

Beim Sehen vermittelt uns das visuelles System fast unendlich viele Informationen über unsere Umwelt.

Wenn wir etwas betrachten, dann „sehen“ wir nicht nur mit den Augen: wir inspizieren, differenzieren, identifizieren und interpretieren das Gesehene.

Dazu brauchen wir ein deutliches Sehen!

Das deutliche oder auch scharfe Sehen ist aber nur eine Voraussetzung für einen erfolgreichen visuellen Wahrnehmungsprozess. Die Sehschärfe lässt sich heute auf vielen technischen Wegen verbessern, optimieren oder wieder herstellen. Brillen, Kontaktlinsen, Intraokularlinsen, LASIK-Operationen und andere Verfahren sind heute hervorragende Möglichkeiten, um unser Sehen so scharf wie möglich zu machen.

Bei mir werden z.B. Brillengläser nach einem ganzheitlichen Prinzip eingemessen, aber dazu mehr unter "Ganzheitliche Brillengläser".

Zum „Sehen“ gehören aber mehr Funktionen, als nur das deutliche Bild! In der visuellen integrativen Analyse (nach Scheiman&Wick) werden diese visuellen Fähigkeiten und die gesamte visuelle Leistungsfähigkeit differenziert getestet und genau gemessen.

Dazu stehen uns heute auch innovative computerunterstützte Systeme zur Verfügung.

Unsere Vorfahren hatten „Jagd-Augen“, welche speziell ausgerichtet waren auf das Erkennen von „Freund und Feind“ auch in größeren Entfernungen. In der neueren Zeit sind aber die Aufgaben im Nahbereich (Lesen, Schreiben, Lernen, Computer etc.) eher zur „normalen“ Sehaufgabe geworden. Dies zeigt sich schon früh, besonders bei Kindern und Schülern.

Für viele Menschen ergibt sich aus dieser intensiven und für unserer „natürliches“ Sehen ungewohnten Naharbeit eine schwierige Herausforderung, die sich in vielfältigen Problemen und Symptomen (siehe dazu auch die Fragebögen) zeigen können.

Die meisten Menschen sehen auch heute noch auf große (Jagd) Entfernung hervorragend. Doch auch wenn die Sehleistung in der Ferne bei 100% liegt, können teils erhebliche Schwierigkeiten und Störungen bei Sehaufgaben in der Nähe auftreten.